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Die Anforderungen ergeben sich aus der Schreibaufgabe, also dem zu schreibenden Text, selbst. Sie führen zu individuellen Herausforderungen, die jede*r Schreibende*r bewältigen muss. Ob aus einer Anforderung eine Herausforderung wird, ist abhängig vom Wissen und den individuellen Literalisierungserfahrungen.

FAQ – Hier haben wir Antworten auf häufig gestellte Fragen von Studierenden zusammengestellt.

Sprachensensibles Kompetenzmodell wissenschaftlichen Schreibens (Knorr 2019, 2020)

Jede "Zelle" wird durch zwei Dimensionen beschrieben: einer Anforderung und einer Wissensdimension, die hierbei eingesetzt werden. Die dritte Dimension bildet die Sprache. Schreiben ist eng mit Sprache verbunden. Alle Menschen sprechen mindestens eine Sprache. Die meisten mehrere. Die Erfahrungen, die wir mit unseren Sprachen gemacht haben und machen, prägen die Art ihrer Verwendung: Jede*r ist sprachlich und kulturell sozialisiert. Das meint, dass jede*r von uns durch Kindheit, Schulbesuch und alles, was an Begegnung mit Literatur (aber auch Musik, Theater etc.) stattgefunden hat, Spuren hinterlässt. Meist sind wir uns dessen gar nicht bewusst. Erst, wenn wir unserer Wohlfühlsprache verlassen, bemerken wir Unterschiede. Das ist völlig normal und gut. Alle sprachlichen und literalen Erfahrungen fließen in unsere sprachliche Identität ein.

Welche Sprachenidentität haben Sie?

Wissenschaftliches Schreiben stellt jedoch nicht nur sprachliche, sondern vielfältige andere Anforderungen. Diese müssen alle beachtet werden. Und das ist häufig das Problem. Denn wer mit nur einem Ball jonglieren soll, kann dies zumeist ziemlich schnell. Doch stellen Sie sich vor, Sie sollen jetzt sofort – ohne Übung – mit 10 Bällen jonglieren… Wie fühlen Sie sich? Leicht überfordert? Schon die Vorstellung an diese Übung lässt die meisten erschaudern. Wir bewundern daher Jonglierende, die das können. Das sind Experten. Die haben nicht nur lange geübt, sie verfügen auch über Technik und Strategien, wie sie diese hohe Anforderung bewältigen können.

So ähnlich ist es beim wissenschaftlichen Schreiben. Kompetente Schreiber*innen verfügen über Strategien, Methoden und Wissen, wie sie mit den vielfältigen Anforderungen umgehen sollen, die das wissenschaftliche Schreiben mit sich bringt.


Die Tabelle zeigt die Anforderungen wissenschaftlichen Schreibens. Jeder Punkt ist also ein einzelner Ball, den es in der Luft zu halten gilt. Ein Klick auf einen Punkt führt Sie zu einer Beschreibung der Anforderung sowie zu Materialien und Tipps, die den Umgang mit ihr erleichtern.

Anforderungen wissenschaftlichen Schreibens / competencies in academic writing

prozessuale

process-oriented

textuelle

text-oriented

sprachliche

language-oriented

sprachformale

formal linguistic structure

mediale

media-oriented

Schreibprozess

writing process

Autor*innenrolle

being an author (role)

Textorganisation

organization of the text

Grammatik

grammar

Lexikon

organization of the text

Orthographie

spelling

Interpunktion

punctuation

Medium

medium



Leser*innenorientierung

reader orientation

Textstruktur

structure of the text

Konventionen

conventions


Wortwissen

lexical knowledge

alltägliche Wissensschaftssprache

“general academic language”

Fachsprache

language for specific purposes



analoge Medien

analogue media

digitale Medien

digital media



Hintergrundinformationen zu den Anforderungen wissenschaftlichen Schreibens


QUELLEN



(info) Zitiervorschlag für diese Wiki-Seite

Knorr, Dagmar (2020): Anforderungen wissenschaftlichen Schreibens. Wiki "Schreiben im Studium | Academic Writing". Leuphana Universität Lüneburg, Schreibzentrum / Writing Center. <https://lehrwiki.leuphana.de/display/SWCRessourcen/Anforderungen+wissenschaftlichen+Schreibens>

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