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Um die eigenen Sprachen als Ressource nutzen zu können, müssen Sie zunächst feststellen, über welches sprachliche Reservoir Sie überhaupt verfügen und wie Sie dieses Reservoir nutzen möchten. Die Reflexion über sein Verhältnis zu den eigenen Sprachen, trägt zur Bildung einer Sprachidentität bei.

So werden Sie womöglich feststellen, dass es Sprache(n) gibt, in denen Sie lieber schreiben als in anderen. In diesen "Wohlfühlsprache(n)" können Sie alles denken und ausdrücken, was Ihnen einfällt. Dann gibt es "Arbeitssprache(n)", die Sie verwenden, weil die Aufgabe es erfordert. Aber die Verwendung ist in der Regel mit mehr Anstrengung verbunden als die Verwendung der Wohlfühlsprache(n). Und dann gibt es eventuell noch weitere Sprachen, die Sie beim wissenschaftlichen Arbeiten gar nicht verwenden. Es kann auch sein, dass Sie Ihre Wohlfühlsprache nicht zum wissenschaftlichen Arbeiten nutzen. Erfahrungen, die Sie mit dem Erwerb, aber auch mit dem Gebrauch Ihrer Sprachen gemacht haben, sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Die Abbildung zeigt Sprachportraits von Studierenden.


(green star) Hier können Sie das "Arbeitsblatt Sprachenportraits" (pdf) herunterladen.


QUELLEN

Knorr, Dagmar (2019): Sprachidentität und Schreiben. In: Poli, Diego (Ed.): In limine. Frontiere e integrazioni. Roma: Il Calamo di Fausto Liberati s.n.c., 695–712

Neumann, Ursula (Hrsg.) (1991): Sprachenvielfalt im Stadtteil. Ein interkulturelles Projekt. Hamburg: AOL Graue Reihe

Reeg, Ulrike (2014): Wer bin ich, und wer möchte ich sein? Überlegungen zum Aufbau von Sprachidentität. In: Nardi, Antonella/ Knorr, Dagmar (Hrsg.): Bewegte Sprache. Leben für und mit Mehrsprachigkeit. Frankfurt/Main u. a.: Lang, 13–26



(info) Zitiervorschlag für diese Wiki-Seite

Knorr, Dagmar (2020): Sprachidentität. Wiki "Schreiben im Studium | Academic Writing". Leuphana Universität Lüneburg, Schreibzentrum / Writing Center. <https://lehrwiki.leuphana.de/pages/viewpage.action?pageId=55672868>

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